Bioidentische Hormontherapie

Unter bioidentischer Hormontherapie (BHT) versteht man die Verabreichung von Hormonen, die in der Molekülstruktur exakt den menschlichen Hormonen entsprechen. Der Rohstoff dafür ist in der Regel die Yamswurzel, aus der im Labor durch einfache enzymatische Reaktionen alle beliebigen Steroidhormone (in der Praxis sind dies zumeist die weiblichen und die männlichen Sexualhormone) gewonnen werden können. Das so gewonnene Pulver wird in mikronisierter Form von dafür spezialisierten Apotheken in Cremen oder Zäpfchen (gelegentlich auch in Kapseln) eingearbeitet und dann von den Patientinnen über die Haut in den Körper eingebracht.

Diese Form der Applikation hat den Vorteil, dass die Hormone direkt über die Blutbahn in alle Körperregionen verteilt werden und sofort ihre Wirkung entfalten können. Bei einer oralen Einnahme wird ein Großteil der Hormone zuerst in der Leber um- und teilweise abgebaut.

Bioidentische Hormone werden erst nach Auswertung des Hormonstatus (Blut und/oder Speicheltest) durch den Arzt, möglichst exakt dosiert. Fachkundig angewandt ist bei dieser Form der Therapie nahezu niemals mit unangenehmen Nebenwirkungen zu rechnen. Eine gute Zusammenarbeit von Patientin, Arzt und Apotheke bildet dafür die Voraussetzung.

Bei welchen Beschwerden wird die BHT eingesetzt?

Wechselbeschwerden bei Frauen und Männern
Prämenstruelles Syndrom
Vorbeugend und unterstützend bei der Behandlung von Osteoporose
Neigung zu Fehlgeburten
Wochenbettdepression
Wiederkehrende Harnwegsinfekte bei Frauen in oder nach der Menopause
Verminderte Libido
und vieles mehr......